Kräuter helfen!
November 4th, 2011 by Herbert Burghardt
Mit Gänsefingerkraut gegen Magen-Darm-Katarrh
Der Tee aus frischem oder getrocknetem Gänsefinger-
kraut hilft Ihnen bei Sommerdurchfall, weil er reichlich
Gerbstoffe enthält. Auch als Gurgellösung gegen Mund-
und Rachenentzündungen wurde er vom ehemaligen
Bundesgesundheitsamt anerkannt. In der Volksmedizin
wird der Tee zudem wegen seiner krampflösenden und
schmerzlindernden Wirkung bei Menstruations-
beschwerden geschätzt.
Tee aus Gänsefingerkraut bereiten Sie aus 2 gehäuften
TL frischem bzw. 1 TL getrocknetem zu. Zur
Wirkungsverstärkung und Geschmacksverbesserung
können Sie die gleichen Mengen Melissen-und
Pfefferminzblätter hinzugeben. Zum Gurgeln sollten Sie
jedoch puren Gänsefingerkraut-Tee verwenden.
Spitzwegerich: Hustensirup für den Winter
Er liefert nicht nur einen wirksamen Hustentee
(2 TL getrocknete Blätter), sondern auch einen
hervorragenden Hustensirup. Für den Sirup entsaften Sie
einen normalen Einkaufsbeutel (Plastiktüte) voll frischer,
gewaschener Spitzwegerichblätter in einer Zentrifuge.
Kochen Sie diesen Presssaft mit der gleichen Menge Honig
kurz auf und füllen Sie den Sirup in kleine, dunkle Flaschen,
die Sie kühl und luftdicht verschlossen aufbewahren.
Die Tagesdosis beträgt 3-mal 1 EL Sirup.
Verstopfung? Jetzt hilft Breitwegerich
Der Bruder des Spitzwegerichs ist der Breitwegerich (Plantago major). Sammeln und trocknen Sie diese Samen als mildes Abführmittel. Nehmen Sie davon 1 TL in Wasser und trinken Sie reichlich Wasser nach. Die Samen vergrößern das Stuhlvolumen und sorgen so für eine verbesserte Darmentleerung. Breitwegerichblätter schützen übrigens empfindliche Füße vor Blasenbildung. Legen Sie z. B. auf Wanderungen einfach 1 bis 2 Blätter in Ihre Strümpfe.
Fenchel, Kümmel, Anis und koriander: Schützen Sie vor Blähungen
Alle vier erkennen Sie an dem schnell wachsenden Einzelstängel, der eine weiße oder gelbe Blütendolde trägt. Das Laub ist ähnlich wie beim Dill recht fein und gefiedert. Koriander wächst bei uns nur in Weinbaugebieten! Die Samen dieses Quartetts beugen zuverlässig Blähungen vor. Ob als Gewürz für Gemüse, Brot, Kräuterquark oder pur auf einem Butterbrot – sie machen blähende Nahrung lecker und bekömmlich.
Scharbockskraut reinigt die Haut und lindert Hämorrhoiden
Essen Sie seine zarten gelbgrünen, glänzenden Blättchen einfach auf! Denn sie liefern reichlich Vitamin C. Sie können das recht scharf schmeckende Scharbockskraut zum Salat hinzufügen oder auch in eine heiße Kräutersuppe geben – aber bitte nicht mitkochen, sonst verflüchtigt sich das wertvolle Vitamin C. Die Tagesration sollte wegen der Scharfstoffe 12 Blättchen nicht übersteigen, um Magen- und Nierenreizungen zu vermeiden. Tee aus 1 TL frischem oder getrocknetem
Bei Hämorrhoiden haben sich Sitzbäder mit reinem Scharbockskraut-Tee bewährt.
Bei Leber- und Gallenschwäche: Gundermann!
Auch der Gundermann ist essbar. Geben Sie einige der leicht bitter schmeckenden Blättchen in den Salat, wenn Sie mit Leber- oder Gallenschwäche zu kämpfen haben.
Die Apotheke der Natur bietet Ihnen natürlich noch viel mehr Heilkräuter, die wir modernen Menschen allzu oft als Unkraut missachten.
7 wichtige Tipps zum Sammeln von Kräutern
1. Benutzen Sie ein gut illustriertes Bestimmungsbuch, damit Sie die richtigen Kräuter wählen.
2. Sammeln Sie keine Pflanzen, die unter Artenschutz stehen, wie z.B. das Bergwohlverleih.
3. Sammeln Sie die Kräuter immer weit entfernt von stark befahrenen Straßen und Industrieanlagen, am besten auf Wiesen von Ökobauern.
4. Säubern Sie mit gesammelte Wurzeln und hängen Sie die Pflanzen „kopfüber“ in Büscheln an einem trockenen, aber schattigen Ort zum schnellen Trocknen auf.
5. Wenn Sie nur Blüten, Blätter oder Samen gesammelt haben, trocknen Sie diese in dünnen Lagen am besten auf Zeitungspapier.
6. Bewahren Sie die gut durchgetrockneten Heilkräuter in dunklen, möglichst luftdicht verschlossenen Gläsern auf.
7. Kontrollieren Sie Ihren Kräuterbestand regelmäßig auf Schimmel- oder Schädlingsbefall und vernichten Sie verdorbene Kräuter sofort.
This entry was posted on Freitag, November 4th, 2011 at 17:19 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.










