Das wichtigste Vitamin in den Wintermonaten!
Dezember 8th, 2011 by Herbert Burghardt
Wer im Zeitraum Oktober bis März selten in südlichen Gefilden weilt oder auch im heimischen Sommer selten in der Sonne ist, hat einen zu tiefen Vitamin D Spiegel im Blut! Ab Oktober beginnen die Vitamin D-Spiegel in unserem Blut deutlich abzusinken. Aber nur mit Sonneneinwirkung können wir Vitamin D selbst in der Haut produzieren.
Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Darmkrebs, Brustkrebs, Leukämie, Autoimmunkrankheiten, Hirnleistungsstörungen bis hin zu Parkinson und Demenz – hätten Sie das alles mit einem Vitamin-D Mangel in Verbindung gebracht? Früher stand Vitamin D allein für starke Knochen und Calciumaufnahme. Osteoporose oder Rachitis waren die typischen bekannten Vitamin-D-Mangelerscheinungen. Eine Neuauswertung von knapp 30 wissenschaftlichen Studien hat neue überraschende Erkenntnisse ans Tageslicht gebracht. Hohe Vitamin- D-Spiegel schützen uns zum Beispiel vor Gefäß- und Stoffwechselkrankheiten. Das gilt besonders für Menschen jenseits der 50. Enthält ihr Blut nicht genügend Vitamin D, steigt das Schlaganfallrisiko um 78 Prozent, das Herzinfarktrisiko um 45 Prozent.
Im Sommer haben wir bei ausreichender Betätigung im Freien keine Schwierigkeiten, unsere Vitamin-D Speicher aufzufüllen. Doch nun beginnt die dunkle Jahreszeit und die Vitamin D-Produktion erlahmt. Nördlich des 42. Breitengrades steht die Sonne in den Wintermonaten zu tief, um genügend Vitamin-UVB-Strahlen durchzulassen. Deutschland liegt auf dem 50. Breitengrad. Selbst wenn Sie im deutschen Winter bei strahlender Mittagssonne splitternackt eine Stunde spazieren gehen würden, könnte kaum Vitamin D produziert werden.
3000 Einheiten Vitamin D täglich sollten wir täglich entweder mit der Nahrung aufnehmen bzw. selbst in der Haut produzieren. Im Winter sind wir allein auf die Aufnahme durch die Nahrung angewiesen. Dazu müssten wir aber täglich 300 Gramm Heringe, zwei Kilogramm Steinpilze oder 600 Gramm Sardinen essen. Das schaffen wir in den seltensten Fällen. Für Eskimos ist das kein Problem. Fetter Fisch und Lebertran verhindern trotz des arktischen Winters den Vitamin-D Mangel. Nehmen Sie in den Wintermonaten ein hoch dosiertes Vitamin-D-Präparat ein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – nicht gerade bekannt für Wissen auf dem neuesten Stand – empfiehlt die Aufnahme von nur 200 Einheiten täglich für Erwachsene, und 400 Einheiten für Kinder und Senioren. Das ist nach den neuesten Erkenntnissen aber deutlich zu wenig.
(nach Dr. Spitzbart)
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